Breitmaul Nashorn
Herkunft: Afrika
Gewicht (max.): 3000kg
Alter (max.): 54
Feinde: Mensch, Löwe
Nahrung: Gras
Herdentier: Ja
Gefährdung: Bedroht
Gewicht (max.): 3000kg
Alter (max.): 54
Feinde: Mensch, Löwe
Nahrung: Gras
Herdentier: Ja
Gefährdung: Bedroht
Die urweltlich aussehenden Nashörner gehören wie Pferde und Zebras zur Gruppe der Unpaarhufer unter den Säugetieren. Heute finden wir nur noch drei Arten im tropischen Asien und zwei in Afrika. Dabei sind die asiatischen Bestände bereits so zusammengeschmolzen, dass auch der gesetzliche Schutz ihr Aussterben in freier Wildbahn kaum wird verhindern können. Auch die beiden afrikanischen Arten, das Breitmaulnashorn („Weißes Nashorn“) und das Spitzmaulnashorn („Schwarzes Nashorn“), waren noch bis vor wenigen Jahren in ihrer Existenz stark bedroht. Das Breitmaulnashorn konnte sich aber in seinem süd-lichen Verbreitungsgebiet in Zululand, Südafrika, unter strengem Schutz wieder erfreulich vermehren. Immer noch stark gefährdet sind die nördlichen Bestände des Breitmaulnashorns im Südsudan und die des Spitzmaulnashorns. Die Schuld an der Bedrohung aller Nashornarten trägt allein der Mensch, der diese nach den Elefanten größten Landsäugetiere um ihrer Hörner willen rücksichtslos jagt. Diese Hörner sind ganz einzigartige Bildungen. Sie entsprechen in ihrem Aufbau nicht den Stirnhörnern der Rinder, die aus einem Knochenzapfen und einer Hornscheide bestehen, sondern sie sind Bündel vieler Tausender, gut mit körpereigenem Eiweiß verklebter und verfestigter, haardünner Säulen aus verhornten Hautzellen, die von schnell wachsenden Hautbereichen auf dem Nasenbein ausgehen und stetig nachwachsen. Es gibt in Ostasien den Aberglauben, dass die zu Pulver zermahlenen Nashornhörner ein erfolgversprechendes Liebesmittel seien und auch allerlei Gebrechen im Alter heilen könnten. In Arabien werden Dolchgriffe aus ihnen gefertigt. Sie gelten als Statussymbol und Symbol der Männlichkeit. Dass Nashornhörner auch heute noch auf den Schwarzen Märkten sehr gut bezahlt werden, ist für Wilderer ein starker Anreiz, diese Tiere zu töten. Im Gegensatz zum indischen Panzernashorn, das nur ein relativ kurzes Nasenhorn besitzt, tragen die Vertreter der beiden afrikanischen Arten zwei schlanke Hörner, von denen das vordere bis zu 150 cm lang werden kann. Die verschiedenen Formen des Maules sind als Anpassung an die spezielle Ernährungsweise beider Nashornarten zu verstehen. Das Breitmaulnashorn ist ein perfekter „Rasenmäher“, also Grasfresser, während das Spitzmaulnashorn mit seiner finger-förmigen Oberlippe Blätter von den Zweigen der Büsche abstreift, also ein Laubesser ist. Das Breitmaulnashorn ist die größte Nashornart. Erwachsene Bullen erreichen eine Schulterhöhe von 2 m und ein Gewicht von über 3 Tonnen. Nashörner leben einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen von vier bis zehn Tieren. Sie erreichen ihre Geschlechtsreife mit 7 bis 9 Jahren. Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von 15 bis 18 -Monaten jeweils ein Kalb zur Welt. Dieses wird über ein Jahr lang gesäugt und bleibt 2 bis 3 Jahre bei der Mutter. In Afrika sieht man zusammen mit Nashörnern regelmäßig Kuhreiher und Madenhacker. Diese Vögel suchen die massigen Leiber der Nashörner nach Ungeziefer ab und warnen vor drohender Gefahr. Außer dem Menschen gibt es für die Nashörner keine ernsthaften Feinde. Nur ab und zu fallen verlassene Jungtiere Raubtieren, wie z. B. Löwen, zum Opfer. Die Einführung strenger Schutzmaßnahmen hat in vielen Naturschutzgebieten im südlichen Afrika in den letzten 10 Jahren zur Vermehrung der Breitmaulnashörner geführt, jedoch sind manche ursprüng-lichen Verbreitungsräume ohne Nashörner geblieben. Diese Areale lassen sich jedoch mit Hilfe von Wiederansiedlungsprojekten erneut mit Nashörnern besiedeln. An diesen Projekten ist der Serengeti-Park aktiv durch Transfer hier gezüchteter Nashörner nach Afrika beteiligt.











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