Flamingo
Herkunft: Afrika, Südamerika, Asien
Gewicht (max.): 4kg
Alter (max.): 50-75
Feinde: Greifvögel, Hyänen, Schakale
Nahrung: Krebstiere, Kleinorganismen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Nein
Gewicht (max.): 4kg
Alter (max.): 50-75
Feinde: Greifvögel, Hyänen, Schakale
Nahrung: Krebstiere, Kleinorganismen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Nein
Flamingos sind schlanke, langbeinige Vögel, die bis 130 cm groß werden können. Man rechnete sie früher zu den Storchenverwandten. Nach neueren Erkenntnissen stehen sie aber den Entenvögeln näher. Ihre dünnen, langen Beine und der lange Hals müssen als Anpassung an ihre Lebensweise angesehen werden. Die Vorderzehen sind durch Schwimmhäute verbunden. Das Körpergefieder ist zartrosa bis korallenrot, die nur im Fluge sichtbaren Schwungfedern leuchten feuerrot. Man kennt 5 Arten von Flamingos, die vorwiegend in tropischen Regionen aller Erdteile – Australien ausgenommen – beheimatet sind. Die häufigste Art ist der Rote Flamingo mit einer Unterart in Mittel-amerika und einer in Südeuropa, Asien und Afrika, dem Rosa Flamingo. Ihr nördlichstes Vorkommen sind die sumpfigen Deltagebiete der Rhône und des Guadalquivir. Ausnahmsweise verfliegen sich Flamingos nordwärts bis Großbritannien und Finnland. Bevorzugter Lebensraum der Flamingos sind große, flache, brackige bis salzige Binnengewässer und Meereslagunen. An den seichten Seen des ostafrikanischen Grabens und Zentralafrikas kommen Rosa Flamingos auch heute noch in riesigen Beständen vor. Die Flamingos gründeln im Stehen an der Schlammoberfläche, wobei sie den abgeknickten Oberschnabel nach unten halten. Der Schnabel ist mit Hornlamellen versehen, und die dicke Zunge trägt an den Seiten Hornpapillen zum Aussieben der Nahrung aus dem Wasser. Diese besteht aus kleinen Krebsen und Algen. Der rosa- bis leuchtend korallenrote Gefiederfarbstoff ist kein fester Bestandteil der Federn, sondern wird aus der karotinhaltigen Nahrung gebildet und verblasst bei nicht artgerechtem Futter allmählich. Flamingos brüten meist in riesigen Kolonien von mehreren tausend Brutpaaren. Ihr Nestbau ist einmalig. Aus dem salzhaltigen Schlamm ihrer Wohngewässer errichten sie mit dem Schnabel bis zu 40 cm hohe, steilwandige Turmnester, auf deren Mulde sie das nur aus einem einzigen Ei bestehende Gelege bebrüten. Die frisch geschlüpften Jungen ähneln während der ersten Lebenswochen in Gestalt und Verhalten jungen Gänsen. Das soziale Leben der Flamingos ist so hoch entwickelt, dass jeder Flamingo in der Brutkolonie sein eigenes Jungtier wiedererkennt und füttert. Zur Paarungszeit zeigen einzelne Paare die gleichen, aufeinander abgestimmten Verhaltensweisen. Einer gemeinsamen Nahrungssuche folgt häufig auch eine gemeinsame Ruhepause der Flamingos. In typischer Ruhestellung, unbeweglich auf einem Bein stehend, mit angewinkeltem Hals und im Federkleid verborgenem Kopf, verbringen die Flamingos die heißesten Stunden des Tages. Wenn die Kolonie aus irgendeinem Grund beunruhigt wird, recken alle Tiere den Hals, bewegen den Kopf in nervösen Kreisen von einer Seite zur anderen und stoßen mit zum Himmel gerichtetem Schnabel gellende Schreie aus. Dauert die Gefahr an, setzt sich die gesamte Kolonie, gelegentlich sind es mehrere hunderttausend Tiere, in die gleiche Richtung in Bewegung. Faszinierend ist dieser Anblick auffliegender Flamingos. Eine rosafarbene Wolke von ungeheuren Ausmaßen setzt sich zuerst langsam, dann immer schneller werdend mit unbeschreiblichem Lärm in Bewegung. Nach einigen Flugrunden in ziemlicher Höhe nähert sich der Flamingoschwarm wieder den gewohnten Nahrungsgründen des Sees.










