Löwe
Herkunft: Afrika, Asien
Gewicht (max.): 200kg
Alter (max.): 24
Feinde: Menschen, Löwen, Hyäne
Nahrung: Zebras, Antilopen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Bedroht
Gewicht (max.): 200kg
Alter (max.): 24
Feinde: Menschen, Löwen, Hyäne
Nahrung: Zebras, Antilopen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Bedroht
Früher waren Löwen über ganz Afrika, mit Ausnahme der Regenwaldzonen und der Sahara, verbreitet. Sie bewohnten vor den und während der Eiszeiten ganz Europa und große Teile Asiens. Heute leben im westlichen Vorderindien noch etwa zweihundert Löwen in einem Schutzgebiet. In Afrika stehen die Löwen unter völligem Schutz. In den vielen afrikanischen Nationalparks und anderen Schutzgebieten, besonders in Ostafrika, wird alles getan, um ihr Überleben zu sichern. Hier können die Tiere in freier Wildbahn in ihrer angestammten Umgebung gezeigt werden. Schüsse auf Löwen fallen heute aus den Kameras der Safari-Touristen. Hier in Hodenhagen haben Sie die Möglichkeit, die Löwen mit der Kamera zu verfolgen. Unvergessliche Fotos werden die Beute sein. Zwei Verhaltensweisen unterscheiden den Löwen von den übrigen Großkatzen: Seine Angewohnheit, nächtlich weithin schallend zu brüllen und sein Leben im Rudel. Neuen Erkenntnissen zufolge stellt das Gebrüll der Löwen keine Verständigung bei der Jagd dar, sondern dient als Markierungssignal für das vom Rudel besetzte Revier. Nur während der Jagd schließen sich die Löwen zu größeren Rudeln zusammen. Zur Zeit der Paarung können mehrere Löwenmännchen um ein Weibchenrudel kämpfen. Löwen verpaaren sich nicht selten mehr als 20-mal an einem Tag. Hat sie ihren Partner ausgewählt, so ziehen die anderen Löwen ab. Die Tragzeit beträgt ungefähr vier Monate. Im Frühjahr bringt die Löwin bis zu sechs Junge zur Welt. Löwen jagen mit Vorliebe nachts, können aber durchaus auch am Tage Beute machen. Beutetiere sind Zebras und Antilopen aller Art. Bei der Jagd arbeiten die Löwen mit verteilten Rollen: Mehrere Weibchen legen sich auf die Lauer oder schleichen sich äußerst vorsichtig gegen den Wind an ihre Opfer an. Ein Weibchen hat die Aufgabe, einzelne, von der Herde abgesprengte Beutetiere den im Hinterhalt liegenden Weibchen zuzutreiben. Besonders gern legen sich Löwen an Wasserstellen auf die Lauer, bis zu denen sie den Herden ihrer Beutetiere nachgezogen sind. Gewöhnlich erlegt der Löwe sein Opfer schon beim ersten Angriff. Ein Biss genügt, um die Halswirbelknochen zu zermalmen. Gelingt der erste Angriff nicht, lässt der Löwe gewöhnlich von seinem Opfer ab. Am Riss versammelt sich das ganze Rudel. Hier herrscht eine strenge hierarchische Ordnung. Oft gehen dabei die jüngeren und schwächeren Tiere ganz leer aus. Viele weichen zurück, wenn der ranghöchste Löwe, in der Regel der Revier- und Haremsinhaber, dem auch die meisten Weibchen gehören, hinzutritt. Obwohl er sich selten an der Jagd beteiligt, hat er das Recht auf seinen Beuteanteil. Der Revierinhaber muss ständig die Grenzen seines Territoriums mit dem Duft seines Urins markieren, um über seinen Geruch oder im Kampf seinen Harem gegenüber männlichen Konkurrenten verteidigen zu können. Die wesentliche, gefährliche und kraftraubende Arbeit des Löwenmannes ist die geruchliche Markierung des Territoriums sowie die Verteidigung des Rudels der Löwinnen und ihrer Jungtiere gegen fremde Männchen, die Revier und Löwinnen übernehmen wollen. Sieht man Löwen im Zoo, glaubt man, sie seien nur deshalb so faul, weil sie das Futter vor die Nase gelegt bekommen. Aber auch in freier Wildbahn entwickeln Löwen keinen starken Bewegungsdrang. Im Zoo verbringen sie zwischen zwanzig Minuten und einer Stunde am Tag mit Fressen, und das ist in freier Wildbahn auch nicht anders. Das Fangen der Beute ist für sie eine kurze Angelegenheit. Es dauert nur wenige Minuten. Dabei kommt dem Löwen seine ausgezeichnete Tarnfarbe zur Hilfe. Er ist schon unsichtbar, wenn das Gras nur dreißig Zentimeter hoch ist. Im Serengeti-Park Hodenhagen sehen Sie eine große Löwenfamilie mit mehreren Männchen, vielen Weibchen und Jungtieren verschiedener Altersstufen.










