Pater David Hirsch
Herkunft: Nordchina
Gewicht (max.): 150-220kg
Alter (max.): 18-25
Feinde: Tiger, Leopard
Nahrung: Gräser, Kräuter, Knollen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Sehr gefährdet
Gewicht (max.): 150-220kg
Alter (max.): 18-25
Feinde: Tiger, Leopard
Nahrung: Gräser, Kräuter, Knollen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Sehr gefährdet
Der Davidshirsch oder Milu bewohnte ehemals Nordchina sowie die südliche Mongolei und Mandschurei. Hier wurde er ausgerottet. Eine letzte Herde von rund 120 Tieren lebte im kaiserlichen Wildpark bei Peking, wo sie im Jahre 1865 von dem französischen naturforschenden Missionar Armand David entdeckt wurde. Als David diese Tiere mit den rentierartigen Geweihen, den tiefgesenkten Köpfen, dem zottigen Fell, den Ziegenohren und langen Eselsschwänzen sah, glaubte er, dass er eine neue Rentierart entdeckt habe. Er besorgte sich im Jahre 1866 zwei Felle und schickte sie mit der Bitte nach Paris, dass man von dort aus um Überlassung eines der seltsamen Tiere ersuchen möge. Die französische Botschaft in Peking erhielt dann tatsächlich drei dieser seltsamen Tiere geschenkt. Sie starben zwar auf der Überfahrt nach Europa, lieferten den Zoologen aber den Beweis, dass es sich um echte Hirsche handelte. Nach Paris bekamen auch London und Berlin mehrere Exemplare geschenkt, die sich gut halten ließen, sich erfolgreich fortpflanzten und sogar mit Rothirschen kreuzen ließen. Von diesen Zoohirschen erwarb der englische Herzog von Bedford eine Reihe von Jungtieren und setzte sie auf seiner Besitzung Woburn Abbey aus. Hier wurde die erstaunliche Beobachtung gemacht, dass die Davidshirsche zweimal im Jahr brünftig wurden und zweimal ihr starkes Geweih abwarfen. Außerdem stellte sich heraus, dass sie echte Sumpftiere sind, die vorzüglich schwimmen können und Wasserpflanzen jeder anderen Kost vorziehen. Im Jahre 1895 überflutete der Hun-Ho-Fluss den kaiserlichen Wildpark bei Peking. Zahlreiche Davidshirsche kamen in der reißenden Strömung um, andere flüchteten und wurden von der hungernden Landbevölkerung erschlagen und gegessen. Nur etwa 30 Hirsche überlebten diese Katastrophe. Sie fielen 5 Jahre später den Wirren des Boxeraufstandes zum Opfer. Damit war die große Pekingherde des Davidshirsches erloschen. Zum Glück hatten der Herzog von Bedford und sein Sohn ihre Herde auf Woburn Abbey mit Mühe und Not über die Weltkriege retten können. Aus dieser Herde wurden dann nach dem Zweiten Weltkrieg wieder die Tiergärten mit Davidshirschen versorgt.











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