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RappenantilopeRappenantilope

Herkunft: Südliches Afrika
Gewicht (max.): 250kg
Alter (max.): 20
Feinde: Löwe, Leoparden, Hyänen
Nahrung: Gräser, Kräuter, Knollen
Herdentier: Ja
Gefährdung: Nein

Die Rappenantilope gehört mit der Pferdeantilope zur Gruppe der „Pferdeböcke“. Ihre Verbreitung erstreckt sich über die Grassteppen Ostafrikas von Transvaal bis nach Kenia. Die Rappenantilope zählt zu den imposantesten Antilopengestalten überhaupt. Fühlen sich die Tiere ungestört, wirken sie auf den Betrachter wie großartige Standbilder. Doch wehe, wenn sie gereizt werden. Dann hält kaum etwas die starken Böcke davor zurück, ihre schweren Hornwaffen einzusetzen. Besonders alte Einsiedler können recht angriffslustig und gefährlich werden. Den Namen „Rappenantilope“ erhielten die Tiere dieser Art auf Grund der Färbung der erwachsenen Bullen. Sie sind glänzend schwarz mit weißem Bauch und weißen Innenseiten der Hinterschenkel. Die Weibchen, die erheblich kleiner sind als die Bullen, sind braun. Die Jungen beiderlei Geschlechts sind rotbraun mit schwarzem Nacken und schwarzer Schwanzquaste. Pferdeböcke fallen durch eine schwarze Stehmähne auf. Beide Geschlechter tragen Hörner, die beim männlichen Tier bis 1,70 m und beim weiblichen bis 0,85 m lang werden können. Vergleicht man die Wildheit gereizter Böcke mit der Zärtlichkeit ihres Liebesspiels, so ist man sehr erstaunt. Mit streichelnden Bewegungen der Vorderläufe umwirbt der Bock das Weibchen. Nach neun Monaten Tragzeit erblickt ein Junges das Licht der Welt, das von der Mutter wochenlang versteckt gehalten und nur zum Säugen aufgesucht wird. Alle Pferdeböcke leben in Familienverbänden mit nur einem erwachsenen Bock, mehreren Weibchen und Jungen. Solche Verbände erreichen nicht selten eine Herdenstärke von bis zu 50 Tieren. Das männliche Tier hebt sich mit dem dunklen Fell und der charakteristischen weißen Gesichtszeichnung deutlich gegen den Hintergrund der Buschsteppe ab. Wenn die Tiere aber zwischen Bäumen äsen, helfen die kontrastierenden Farben, sie im Halbdunkel des Waldes zu verbergen.

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