Weißhandgibbon
Herkunft: Südostasien
Gewicht (max.): 8kg
Alter (max.): 25
Feinde: Mensch, Leopard, Tiger
Nahrung: Blätter, Triebe, Insekten
Herdentier: Familiengruppe
Gefährdung: Bedroht
Gewicht (max.): 8kg
Alter (max.): 25
Feinde: Mensch, Leopard, Tiger
Nahrung: Blätter, Triebe, Insekten
Herdentier: Familiengruppe
Gefährdung: Bedroht
Der Weißhandgibbon bewohnt in zwei Rassen die Wälder Südostasiens. Er ist einer der häufigsten Affen in unseren Tiergärten. Er erreicht eine Körpergröße von 70 bis 80 cm und ein Gewicht von 6 bis 8 kg. Sein Pelz ist schwarzgrau, in manchen Gebieten kann er aber auch hellfarbig sein. Er trägt einen weißen „Schifferbart“, der das ganze Gesicht und die Stirn umrahmt; Hände und Füße sind oberseits weißgrau, unterseits schwarz, das lohfarbene Gesäß ist von weißen Haaren umgeben. Der Weißhandgibbon ist besonders zierlich und gewandt, beim Springen fliegt er bis zu 14 m weit durch die Luft. Gibbons sind sehr wachsame, leicht erregbare Tiere, deren scharfen Augen und Ohren nichts entgeht, was um sie herum geschieht. Sie bemerken alles, sogar dann, wenn sie zu schlafen scheinen. Ausgezeichnet verstehen sie es, sich im dichten Pflanzenwuchs zu verbergen. Die Gibbons leben in kleinen Trupps, deren Kopfzahl je nach Art bis zu 20 oder 30 Tiere betragen kann. Die Hordengenossen sind untereinander friedfertig. Sie kennen sich und halten zusammen. Voll erwachsene Männchen und Weibchen dulden allerdings ihresgleichen nicht in ihrer Gemeinschaft. Sie kämpfen so lange, bis der Nebenbuhler bzw. die Nebenbuhlerin weicht. Man findet daher in einem Trupp immer nur ein Alttier jeden Geschlechts; dieses duldet neben sich Greise und jüngere Tiere, ohne sie anzugreifen. So kann man neben den führenden Weibchen auch jüngere Weibchen sehen, die bereits geworfen haben. Gibbons sind oft auch gegen andere Affen unverträglich und attackieren sie. Betritt ein fremder Mensch ihr Gehege, so ist er gefährdet. Die riesigen Eckzähne der alten Gibbons, besonders die des Oberkiefers, sind furchtbare Waffen. Ein Angriff erfolgt stets ganz überraschend, denn Gibbons durcheilen in wenigen Schwüngen viele Meter, stürzen sich blitzschnell auf den Feind, beißen zu und hangeln genauso schnell wieder davon. Weißhandgibbons ernähren sich vor allem von Früchten verschiedenster Art, nehmen aber auch Blätter, Schösslinge, Triebe und Knospen zu sich. Dazu fressen sie große Mengen von Termiten, außerdem Baumameisen und andere Insekten, Schnecken, Baumfrösche, Jungvögel und Vogeleier. Mitunter fangen sie sogar fliegende Vögel aus der Luft, wenn sie von Ast zu Ast hangeln. Bei dieser Fortbewegungsart tragen sie oft Futter in den Füßen mit sich. Gelegentlich hängen sie sich zum Fressen an einer Hand auf und führen mit der anderen die Nahrung zum Mund. Alle Gibbons sind schlechte Schwimmer. Ihr Pelz saugt sich sehr schnell voll, so dass sie im Wasser nicht weit kommen. Wenn sie trinken wollen, tauchen sie mehrfach den behaarten Handrücken ins Wasser und schlecken ihn ab. Sie nehmen auch Tau oder Regen auf, der auf Blättern oder auf ihrem langen, dichten Fell hängengeblieben ist.











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