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Die großen Entdecker, Forscher und Abenteurer Afrikas

Forschen & Abenteuer

Hast Du Dich schon immer gefragt, wie die Welt hin­ter dem Hori­zont aus­sieht? Suchst Du die wei­ßen Fle­cken auf Dei­ner Land­karte? Dann bist Du bei uns genau rich­tig! Du kannst im Seren­geti-Park den Spu­ren gro­ßer Afrika-For­scher und Abenteu­rer fol­gen! Erfahre viele span­nende Geschich­ten aus dem Leben der bekann­tes­ten Afrika-Pio­niere und erlebe die Gefühle des Abenteur­er­le­bens!

Livingston Afrikaforscher Serengeti-Park © Thinkstock
Ein Leben für die Tierwelt

Alfred Brehm 1829-1884

Bis heute kennt jeder „Brehms Tier­le­ben“, das erste große Tierle­xi­kon der Welt. Sei­nem Autor Alf­red Brehm wurde die Zoo­lo­gie in die Wiege gelegt, denn sein Vater, der Pfar­rer Chris­tian Brehm, war ein berühm­ter Orni­tho­loge (Vogel­for­scher) und das Pfarr­haus war ange­füllt mit über 9000 aus­ge­stopf­ten Vögeln. Trotz­dem machte Brehm erst eine Maur­er­lehre, um dann Archi­tek­tur stu­die­ren zu kön­nen. Doch das Abenteuer rief den 18-Jäh­ri­gen: Baron von Mül­ler suchte einen Beg­lei­ter für eine Afrika-Expe­di­tion! Brehm blieb mit dem Baron fünf ganze Jahre in Afrika und sam­melte dort uner­müd­lich Erkennt­nisse über die unbe­kannte, geheim­nis­volle Tier­welt. Als er 20 Jahre alt war, bekam er dafür schon die höchste Aus­zeich­nung der Aka­de­mie der Natur­for­scher! Nach Deut­sch­land zurück­ge­kehrt, stu­dierte er dann Natur­wis­sen­schaf­ten, nicht mehr Archi­tek­tur.

Serengeti darf nicht sterben

Bernhard Grzimek 1909-1987

Der Seren­geti-Park ist unt­renn­bar mit dem Namen des bedeu­tends­ten deut­schen Zoo­lo­gen und Tier­schüt­zers Bern­hard Grzi­mek ver­bun­den – und dar­auf sind wir stolz! „Seren­geti darf nicht ster­ben“ – so heißt sein Oscar-prä­mier­ter Spiel­film, der erste, der das Augen­merk der Welt­be­völ­ke­rung in den 60er Jah­ren auf das Thema Arten­schutz lenkte. „Ein Platz für Tie­re“ hieß Grzi­meks Fern­seh­sen­dung – der ewige Klas­si­ker unter den Tier­sen­dun­gen. Unver­ges­sen, wie Grzi­mek in jeder Sen­dung ein wil­des Tier aus dem Frank­fur­ter Zoo ins Stu­dio mit­brachte, das dann fried­lich an ihm her­um­kr­ab­belte! Zwi­schen 1972 und 1974 stand Grzi­mek dem Grün­der des Seren­geti-Parks, Paolo Sepe, mit sei­nem Erfah­rungs­schatz und sei­ner Begeis­te­rung zur Seite: „ Paolo, wenn Ihr baut, dann baut groß!“ waren seine Worte. Das haben wir getan. 200 Hektar misst der Park – der größte sei­ner Art in Europa. Ein tol­les Umfeld für die Tiere und ihren Nach­wuchs – ein unver­gess­li­ches Natu­rer­eig­nis für Euch und Eure tap­fere Safari-Crew!

Ein Herz in Afrika

David Livingstone 1813-1873

Im Jahr 1855 stand der schot­ti­sche Mis­sio­nar und Abenteu­rer David Livings­tone als ers­ter Euro­päer auf jener klei­nen Insel, an deren Kante sich der Sam­besi in die Tiefe stürzt und den impo­san­tes­ten Was­ser­fall der Erde bil­det. Für Livings­tone war es „das schönste, dass er in Afrika je zu Gesicht bekam“ und er nannte ihn Vic­to­ria Falls zu Ehren der dama­li­gen eng­li­schen Kön­i­gin Vic­to­ria. Von den 1,8 Kilo­me­ter brei­ten Fäl­len steigt unabläs­sig eine gigan­ti­sche Sprüh­ne­bel­wolke in den Him­mel, die man noch in 30 Kilo­me­ter Ent­fer­nung sehen kann. Der Feuch­tig­keit die­ses Nebels ver­dankt ein gan­zer Regen­wald neben den Fäl­len seine Exis­tenz! Livings­tone ent­deckte auch den Mala­wi­see und die Quel­len des Kongo. „Mein Herz ist in Afri­ka“, hat David Livings­tone stets gesagt.

Der Gouverneur von Äquatoria

Eduard Schnitzer aka Emin Pascha 1840-1892

Die Welt der gro­ßen Abenteu­rer und Afri­ka­pio­niere steckt voll schil­lern­der Gestal­ten! Der Mann, der als Isaak Edu­ard Schnit­zer in Sch­le­sien gebo­ren wurde, ist ein küh­ner Hel­fer der Men­schen im Sudan gewe­sen. Damals noch unter dem Namen Äqua­to­ria bekannt, des­sen Gou­ver­neur er war. Schon als Stu­dent setzte er sich aus Deut­sch­land ins Osma­ni­sche Reich ab und von dort nach Ägyp­ten. Als er 30 Jahre alt war, sprach er fran­zö­sisch, eng­lisch, per­sisch, tür­kisch, ara­bisch, ita­lie­nisch, war zum Islam kon­ver­tiert und taufte sich Enim Pascha. Seine Expe­di­tio­nen führ­ten ihn tief in den Sudan und uner­forschte Gebiete und er half den durch Skla­ven­jagd zer­st­reu­ten Men­schen dort, neue Sied­lun­gen anzu­le­gen. Als ihn ein Auf­stand im tiefs­ten Afrika von allen Rück­kehr­mög­lich­kei­ten abschnitt, sand­ten Eng­land, Ame­rika und Deut­sch­land große Expe­di­tio­nen zu sei­ner Hilfe aus!

Die Fliegerin von Afrika

Elly Beinhorn 1907-2007

Kennt Ihr das tap­ferste Mädel hin­ter dem Steu­er­knüp­pel eines Flug­zeu­ges? Das ist Elly Bein­horn, die direkt aus Han­no­ver kam! Eigent­lich wollte sie Tierpf­le­ge­rin und Tier­fil­me­rin wer­den, aber nach dem Vor­trag eines Flie­ger-Abenteu­rers war ihr klar: Ich möchte auch Flie­ge­rin wer­den! Es war das Jahr 1928, Elly war 21 Jahre alt, sie hatte kein Geld und ihre Eltern hiel­ten sie für ver­rückt. Doch sie ver­wir­k­lichte ihren Traum, erst als toll­kühne Kunst­f­lie­ge­rin, dann als Teil­neh­me­rin einer Afrika-Expe­di­tion, bei der sie Luf­t­auf­nah­men machen sollte. Ihr Abenteuer Afrika begann 1931! Vier Monate lang klappte alles – dann musste sie im Sumpf­ge­biet des Niger not­lan­den. Doch der Stamm der Song­hai nahm die Frau, die aus dem Him­mel fiel, freund­lich auf. Zwei Jahre spä­ter über­f­log sie noch ein­mal ganz Afrika, obwohl es dort zu der Zeit Staa­ten gab, die Frauen ohne männ­li­che Beg­lei­tung das Über­f­lie­gen ver­bo­ten! Aber wer hielt schon unsere Elly auf? Die ganze Welt wollte sie allein umf­lie­gen – und das tat sie auch! Ein Löw­en­herz oben am Him­mel.

Das Safari-Paar

Emil & Ruzena Holub 1847-1902 1865-1958

Die Höhen und Tie­fen des Abenteur­er­le­bens von Emil Holub fül­len Bücher – der tsche­chi­sche Afri­ka­for­scher ver­brachte elf Jahre sei­nes beweg­ten Lebens auf Expe­di­tio­nen in Afrika. Seine ehr­gei­zige Expe­di­tion sollte 1887 die Durch­que­rung Afri­kas von Nord nach Süd wer­den – zusam­men mit sei­ner erst 22-jäh­ri­gen Frau Ruzena. Ruzena war ein uner­schro­cke­nes Mäd­chen, die beste Rei­se­ge­fähr­tin, die man haben konnte. Mit einer Waffe in der Hand ret­tete sie sogar das Leben ihres Man­nes! Doch selbst sie konnte nicht ver­hin­dern, dass die Expe­di­tion nach einem gemei­nen Über­fall auf­ge­ge­ben wer­den musste. Holubs Ver­mächt­nis lebt heute in Museen, Bib­lio­the­ken und Schu­len wei­ter: Allein die gigan­ti­sche Samm­lung afri­ka­ni­scher Aus­stel­lungs­ge­gen­stände und aus­ge­stopf­ter Tiere füllte einst 72 Eisen­bahn­wag­gons auf dem Weg von Wien nach Paris.

Die Sklavin und der Ritter

Florence Baker 1841-1916

Eine Frau von unge­wöhn­li­cher Kraft war Flo­rence Baker. Sie war die erste und ein­zige Frau, die im 19. Jahr­hun­dert an Expe­di­tio­nen ins Herz Afri­kas teil­nahm. Als adels­stäm­mi­ges Kind wurde sie aus Sie­ben­bür­gen ver­sch­leppt, wuchs in einem osma­ni­schen Harem auf und sollte 1859 auf einem Skla­ven­markt in Widin (Bul­ga­rien) ver­kauft wer­den! Dort erblickte sie ihr spä­te­rer Mann Samuel Baker, bef­reite sie und floh mit ihr bis zum bri­ti­schen Kon­su­lat in Buka­rest. Baker war ein rei­cher Eng­län­der und Abenteu­rer. 1862 führte er seine eigene Expe­di­tion zu den Nil­qu­el­len an – mit Flo­rence. Das Paar machte mäch­tig Ein­druck auf die Ein­hei­mi­schen, wenn es sich mit­ten in der Wild­nis zum Aben­d­es­sen umzog, im lan­gen Kleid und im Geh­rock nach vik­to­ria­ni­scher Mode! Weni­ger Ein­druck machte Flo­rence auf die Kön­i­gin Vic­to­ria: Flo­rence wurde als Ex-Skla­vin und Frau in wil­der Ehe der Ein­tritt zum Palast ver­wehrt!

Der Bremer Afrikaner

Gerhard Rohlfs 1831-1896

Schon als 15-Jäh­ri­ger Schü­ler trieb es den Bre­mer Ger­hard Rohlfs nach Afrika. Er schrieb sei­nen Eltern kur­zer­hand einen Abschieds­brief und ver­suchte in Ams­ter­dam auf einem Schiff nach Afrika als Decks­junge anzu­heu­ern! Spä­ter wurde Rohlfs Frem­den­le­gio­när und berufs­mä­ß­i­ger Abenteu­rer, den selbst lebens­ge­fähr­li­che Ver­let­zun­gen nicht von sei­nem Weg abbrin­gen konn­ten. Er durch­qu­erte als ers­ter Euro­päer die ganze Sahara und West­afrika, er war ein erklär­ter Geg­ner der Skla­ve­rei und Auf­klä­rer über afri­ka­ni­sche Kul­tur. Seine Vor­trags­rei­sen in spä­te­ren Jah­ren waren große Erfolge mit tau­sen­den Fans des Abenteu­rers.

Der Indiana Jones von Padua

Giovanni Battista Belzoni 1778-1823

Bei man­chen Abenteu­rern und Pio­nie­ren ist die Wir­k­lich­keit span­nen­der als jede Phan­ta­sie und die Schil­de­rung ihrer Geschich­ten schickt unsere Sehn­sucht auf die Reise… . Gio­vanni Bel­zoni aus Padua wuchs auf für dama­lige Zei­ten unglaub­li­che 2 Meter Größe heran und mit ihm wuchs die Abenteu­er­lust, die ihn von Ita­lien nach Eng­land führte, wo er im Zir­kus der „Sam­son aus Pata­go­ni­en“ wurde, ein Kraft­mensch, der eine Pyra­mide von zwölf Per­so­nen trug! Als Kraft­mensch zog er bis nach Ägyp­ten. Dort herrschte ein bit­te­rer Wett­st­reit der Grabräu­ber um antike Pha­rao­nen-Gräber: Bri­ten und Fran­zo­sen waren hin­ter den wert­volls­ten Schät­zen her, um sie in ihre Museen zu brin­gen. Bel­zoni befiel das Jagd­fie­ber – und er ver­brachte die nächs­ten Jahre sei­nes Lebens auf der Suche nach Kön­igs­gräb­ern. Er legte die legen­dä­ren Anla­gen von Abu Sim­bel und Kar­nak frei und ent­deckte im Tal der Kön­ige allein zehn Kön­igs­gräber – dar­un­ter den Ein­gang der Che­ph­ren-Pyra­mide und deren Grab­kam­mer. Sein For­scher­drang führte ihn spä­ter bis tief ins Äqua­to­rial­afrika, ein uner­müd­li­cher Pio­nier, der genau wie Ihr die Welt hin­ter dem Hori­zont ent­de­cken wollte!

Im Kampf gegen Sklavenhandel

Gustav Nachtigal 1834-1885

Kennt Ihr Gus­tav Nach­ti­gal? Das war ein Arzt aus Sten­dal, der zu einem bedeu­ten­den Afri­ka­for­scher wurde. Er erhielt in Afrika eine Anstel­lung als Lei­b­arzt des Beys am Hof in Tunis. Von 1869 bis 1875 führt ihn eine große Afrika-Expe­di­tion vol­ler lebens­ge­fähr­li­cher Abenteuer bis tief in den Tschad in viele noch nie von Euro­päern bet­re­tene Gebiete. Ihm lag die Kul­tur Afri­kas am Her­zen und er ver­ach­tete den Skla­ven­han­del. Als Otto von Bis­marck ihn zum Reichs­kom­mis­sar von West­afrika ernannte, nahm er den Kolo­nial­pos­ten nur zur Bekämp­fung des Skla­ven­han­dels an.